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Was war geschehen? Er stand plötzlich in dieser seltsamen Zelle. Sekundenbruchteile zuvor noch war er an seinem SchreibTisch in der WackenmuehlStrasse in KaisersLautern gesessen. Es war Freitag, der 20. Oktober 1989 um 11:30h gewesen und er hatte an seinem AtariSt eine Art von ReCur'siver TuringMaschine mit einem kleinen SelfImprove-Modul programmiert. Doch wo war er jetzt? Ein Käfig aus Glasscheiben trennte ihn von einem Platz voller Barockgebäude. Als er durch die gläserne Tür aus dem Käfig trat, sah er hinter sich eine riesige Barockkirche. Er hatte eine andere Brille und war ganz erstaunt, dass sich an seinem Bauch eine winzige, aber unter einem grauen Rollkragenpullover hervortretende Wölbung von etwa 16cm Durchmesser und 2,56 cm Dicke befand. Er trug eine schwarze Jeans und einen hellbraunen längeren Mantel. Der Uhr einer weiteren Kirche gegenüber zufolge schien es 11:32h zu sein. Auf dem ihn umgebendenen Platz standen einige Autos, deren Modelle er noch nie zuvor gesehen hatte. An einem Hotel gegenüber prangte ein Schriftzug "Steigenberger". Er schaute in die Hose und fand in der linken vorderen Hosentasche ein Gerät, das etwas grösser war als eine Zigarettenschachtel. Es hatte eine richtige Tastatur mit allen BuchStabe'n, die allerdings winzig klein waren. Ab und an blinkte oben rechts ein grünes Licht. Hinten fehlte eine Abdeckung und ein weisses Etwas lugte hervor, auf dem "FujitsuSiemens MainBattery" stand. Ein Bildschirm über der TastaTur war etwa 5 mal 5 cm gross. Er betätigte vorsichtig einige Tasten, von denen es auch seitlich einige gab, jedoch blieb der BildSchirm dunkel. Was war hier geschehen? Auch in seiner rechten vorderen Hosentasche schien ein Gerät zu sein: es war etwa halb so gross und rundlicher. Vorne stand auf einem kleinen Schwarz-Weiss-Bildschirm "11:44 T-Mobile D" Dieses Gerät schien er EinFach aufklappen zu können. Dort war ein zweiter, bunter Bildschirm, auf dem stand: "11:44 20. Okt". Er nahm noch mal das grössere Gerät und spielte damit herum, bis dort plötzlich stand: "Enter - lange drücken". Er fand endlich unten rechts eine winzige "Enter"-Taste und ein bunter Bildschirm leuchtete auf. Dort stand: "Dienstag 20. Oktober 2009 11:32 E-Plus 3G WLAN aus - BT aus Besitzer: RainerWasserfuhr" Was war hier geschehen? "20. Oktober 2009"? Das konnte nicht sein. Ihn überkam ein leichtes Schwindelgefühl und er setzt sich auf den Sims eines Denkmals, auf dem eine grosse schwarze Statue von MartinLuther prang. Gegenüber war ein Restaurant mit Namen "Dresden 1900". Dresden? 2009? Auch die Auto-KennZeichen begannen mit "DD". In der Hosentasche hinten rechts steckte ein schwarzes PorteMonnaie. Darin: Ein PersonalAusweis: WASSERFUHR RAINER 28.05.1969 gültig bis: DEUTSCH / 19.05.16 und auf der Rückseite Gegenwärtige Anschrift DRESDEN GEHESTR 21 Behörde: StadtDresden Er vergewisserte sich: Ja, dort stand auf der Vorderseite: "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" Sollte er etwa in Dresden gelandet sein? Im Jahr 2009? Ja, er war sich sicher: Er war in der StadtDresden. Er konnte es nicht fassen. Er kannte niemanden hier. Was sollte er jetzt tun? Er schaute weiter in sein Portemonnaie und fand dort 2 Geldscheine: 20 EuRo und 5 EuRo. Er musste sich jetzt unauffällig verhalten. Was wäre, wenn ihn JeMand erkennen würde? Er wäre völlig hilflos, wüsste nicht was in den letzten 20 Jahren geschehen war. WahrSchein'lich würde man ihn für VerRueckt erklären und ihn in eine geschlossene AnStalt stecken. Er musste sich so schnell wie möglich unauffällig machen. Vielleicht eine Sonnenbrille? Wo war dieses verfluchte Dresden noch? DdErr? Er sah sich um: Es schien einige Läden zu geben. Das PorteMonnaie hat zwei Taschen für Münzen. In der ersten Tasche schien er kleine kupferfarbene Münzen aufzubewahren und in der anderen Tasche die grösseren. Er fand dort eine Münze auf der "2 EuRo" stand, zwei Münzen zu 1 EuRo und 2 zu 50 "EuroCent". Gut, es gab also eine neue Währung. Gegenüber eine Bäckerei "EmilReimann" - dort gab es Eis, für 80 Cent die Kugel. Mit seinen 25 EuRo könnte er sich also den Bauch mit rund 32 Kugeln vollschlagen. Doch er wollte jetzt lieber HausHalt'en. Im PorteMonnai befanden sich noch ein Beleg "Paulaner's im Taschenbergpalais Dresden GmBh" "18.10.2009" "1x 2,90 EUR" LatteMacchiato" "Es bediente Sie Katrin P." Gut, nun hatte er einen ersten Anhaltspunkt, dass das Geld auch für 8 LatteMacchiato reichen würde. VerDammt. Was sollte er tun? Seine Eltern anrufen? Er kannte deren Nummer in GrueterichEins noch auswendig. Er könnte Ausschau halten nach einer Telefonzelle. Aber was sollte er ihnen sagen? Es schien unmöglich zu sein. Anfangs wollte er lieber vermeiden, mit anderen Menschen zu reden. Er prüfte seinen TrenchCoat. In der vorderen Tasche schien eine zusammengefaltete PlastikTasche zu sein: "Super . Service . Markt" - "Paketeria", in Weiss, Gelb und Türkis. Sowie ein Schlüssenbund mit 4 Schlüsseln. Zwei davon hätten Wohnungsschlüssel sein können. Er könnte in einen Buchladen gehen und schauen ob er die GeheStrasse auf einer Karte finden könnte. Aber was, wenn dort JeMand wäre? Sein Frau oder - er schluckte - gar seine Kinder? Er war völlig PerPlex. Von hinten rief JeMand: "Hallo junger Mann? War datt Ihre Tasche hier? Wir hann jesehn wie Sie uus dä Tiefjarage jekommen sinn." Eine etwa 65jährige Dame mit Locken stand an der Tür der Glaszelle und zeigte auf eine schwarze Tasche, die genau an der Stelle stand, wo er vorhin verwundert in diesem ZukunftsMuseum hier "ErWacht" war. "Oh, das ist nett- vielen Dank... Sind Sie... aus Köln?" - "Ja, wir sinn us HerkenRath, wir machen nen Uusfluch mit unserem Kejelverein" "Ah, das ist ja lustig, ich bin in WipperFuerth geboren." "Näää! aus WipperFuerht! So klein is de Welt! - Und jetzt läben se hie in Dräsden? - Datt is abber och wiet wech?" - "Ähm ja - bitte entschuldigen Sie mich, ich, ich... muss eine Zeitung kaufen...". Er besann sich, den RheinlaenderVerbruedernSichInDerFremde-ReFlex so lange zurückzuhalten, bis er einigermassen mit dem FortSchritt der letzten 20 Jahre vertraut sei. Er setzt sich wie auf den Sims vor MartinLuther und studierte, was diese SchwarzTasche für ihn so bereit hielt. Er staunte nicht schlecht: Da war ein rotes kleines Büchlein - "TractatusLogicoPhilosophicus" von LudwigWittgenstein. Es schien sogar sein Exemplar zu sein, denn vorn auf der ersten Seite der Einleitung von KurtGoedel stand eine -Notiz "1944" neben der Überschrift, die er sehr WahrSchein'lich selbst mit BleiStift vor 20 Jahren vorgenommen hatte. Ausserdem war da noch ein dicker Wälzer "The SingularityIsNear" von einem gewissen RayKurzweil. Dies schien aber nicht seines zu sein, da es erst 2005 erschienen war. Doch noch spannender war ein etwa DIN-A4-Blatt grosses Gerät von etwa 2,56cm Dicke in einem edlen wirkenden, aber leicht verschmierten Aluminiumgehäuse. Auf der Oberseite war ein stilisiertes weisses Apfel-Symbol. Es schien sich in der Mitte öffnen zu lassen und verbarg dort einen BildSchirm und eine grosse TastaTur. Noch bevor er einen Knopf betätigt hatte, leuchtete der BildSchirm auf und zeigte eine Schriftzug eine Überschrift mit seltsam zusammengeschriebenen Lettern "DesSturmesWucht" und darunter einem Zitat: "Dich wundert nicht DesSturmesWucht, du hast ihn wachsen sehn;" - RainerMariaRilke, Das StundenBuch (1905) Oben rechts war ein kleines Batterie-Symbol, neben dem anfangs "70%" stand. Doch nach nur wenigen Minuten des sprachlosen Staunens vor diesem Wundergerät des Jahres 2009 waren es nur noch 68%. In der vorderen Lasche der Tasche war ein weisses Stromkabel. An der hinteren linken Seite von diesem eleganten silberfarbenen Gehäuse schien ein passender Anschluss zu sein. Auch das FujitsuSiemens hatte oben rechts ein kleines Batterie-Symbol. Er brauchte Strom. Aber er musste unbedingt vermeiden, mit Menschen zu reden. Er braucht Zeit und allem viel mehr Information, um sich in diesem eigenartigen ZukunftsMuseum in der StadtDresden orientieren zu können. In einer Tasche seines TrencHCoat's fand er noch eine für Sonnenschutz-Aufsatz für seine Brille. Er zog ihn auf sah jetzt zwar aus wie "Puck" aus BieneMaja, fühlte sich aber etwas unerkannter. Er wollte jetzt einen SpazierGang wagen zur Suche nach einer SteckDose. Am Steigenberger wunderte er sich erst noch über einen graufarbenen Sportwagen-Schlitten mit der völlig ihm völlig unbekannten Modellbezeichnung "MelkusRs2000". Er ging weite, achtete pedantisch genau auf StrassenSchild'er und begann, sich die Namen einzuprägen. Er wanderte über den TheaterPlatz und sah die sehr ansehnlich herausgeputzte SemperOper. In der TrenchCoat-Tasche fand er noch ein schwarzes Notizbuch, in dem ein riesiger roter Mund prangte, scheinbar ein Lippenstift-Abdruck. Nach einigen Minuten Spaziergangs fand er im Restaurant "Maximus". Er prüfte vorher die Speisekarte und das den LatteMacchiato für 2,80 EuRo. Er begann, sich langsam mit diesem Wundersam-magischen Computer anzufreuden. Er hatte dort ein schon geöffnetes Programm mit dem Namen "MacDigibib" gefunden. Es enthielt den "Digitale Bibliotheken Sonderband: WikiPedia 2005/2006". Das schien so etwas wie ein digitales Lexikon zu sein. Er hatte gelernt, dass der FreistaatSachsen mittlerweile ein BundesLand der jetzt Ost-erweiterten BundesRepublik DeutschLand war. Oberbürgermeister war ein Herr IngolfRossberg. BundesKanzler war tatsächlich eine Frau: AngelaMerkel. Auch der alte JuSo-Rabauke GerhardSchroeder hatte diesen Job zwischenzeitlich für einige Jahre innegehabt. Wer hätte das gedacht. Er schien in sehr kurzer Zeit verstehen zu können, wie die Weltgeschichte sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hatte. Doch was war mit ihm geschehen? Hatte er überhaupt existiert? Anfang Februar 1989 hatte er BeSuch von diesem seltsamen Typen, der behaupte er selbst, RainerWasserfuhr, zu sein, aber aus dem Jahre 2009 kommend. Dieser "RainerWasserfuhr2009 hatte damals ein eigenartiges Gerät mitgebracht. Kurz nachdem er hatte aber schon LutzSven geklingelt, und ihn mitgenommen zu dieser Schnecke im anderen Flügel des Studentenappartements. Er war dann und wohl. Als er in seinem Appartement war, war dieser wieder verschwunden, und er hatte wohl das ganze Geschehen eher als "optisch-historische Täuschung" abgetan. Der Bildschirm hatte eine atemberaubende Farbintensität. Später stellte er fest, dass er 1440mal900 Pixel bei einer Auflösung von 16,7 Millionen Farben hatte. Er erinnerte sich an einige Kapitel über die Frabgrafik-Programmierung beim CommodoreSixtyFour und schloss, dass dies daher wohl 24bit Farbinformationen pro Bildpunkt sind dürften. Schnell hatte er gelernt, dass ihm diese WikiPedia immens hilfreich war: "318.000 Artikel" mit Stand vom "27. November 2005, 00:00 Uhr". Allerdings hatte er noch nicht herausgefunden, was es alles mit dem InterNet auf sich hatte.